Zwischen den Welten

Hijamat
Drama, Deutschland, 103 Minuten Verleih: Neue Visionen Filmverleih
Kinostart: 17.12.2026

Synopsis

Murad lebt mit seiner Frau Leyla und dem gemeinsamen Sohn in Berlin. Sein jüngerer Bruder Kerem und er sind in Deutschland aufgewachsen, nachdem ihr Vater vor vielen Jahren die Türkei verlassen und in der Hauptstadt ein Restaurant eröffnet hat. Die vom moderaten Wohlstand aufrechterhaltene Familienidylle gerät unter Beschuss, als ein Handyfoto in ihrer religiösen Gemeinde die Runde macht: es zeigt Kerem in einem intimen Moment – mit einem Mann. Ab sofort steht die Familienehre auf dem Prüfstand. Während Murad sich schützend vor seinen Bruder stellt, gerät der zunehmend unter Druck – von innen wie von außen. Nachdem Kerem auf offener Straße angegriffen wird, sucht sein Vater Hilfe bei einem angesehenen Imam. Der hält nicht nur Kerems Sexualität, sondern auch seine Epilepsie für ein Zeichen dämonischer Besessenheit. Gefangen im Taumel zwischen Glaube, Familie und seiner wahren Identität, kann Kerem nur noch auf die Unterstützung von Murad zählen. Dessen Versuch, seinen Bruder zu retten, bringt ihn in Konflikt mit allen Fronten seiner Familie – und letztendlich auch mit einem Teil von sich selbst, den er schon lange verdrängt hat.

Der iranische Regisseur Nader Saeivar, Co-Drehbuchautor von EIN EINFACHER UNFALL und langjähriger kreativer Weggefährte von Jafar Panahi, porträtiert in ZWISCHEN DEN WELTEN eine Familie im aktiven Kollaps. Ihm gelingt ein erschütterndes und tief berührendes Großstadtdrama über kulturelle Widersprüche, religiösen Druck und die späte Selbstfindung im Leben. Produziert und geschnitten von Panahi und mit Kida Khodr Ramadan (4 BLOCKS), Nicolette Krebitz, Nastassja Kinski und Moritz Bleibtreu bis in die kleinsten Nebenrollen hochkarätig besetzt.

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